Es gibt über
130 verschiedene Kanarienrassen, die sich in ihren Gesang, in der Farbe und
in ihrer Form und Körperhaltung unterscheiden. Sie werden in drei wesentliche
Zuchtrichtungen aufgeteilt:
Farbenkanarien,
Gesangskanarien und Positurkanarien.
Der bei den
Gesangskanarien bekannteste Sänger ist der Harzer Roller. Sein Lied besteht
aus vier Strophen: Hohlrolle, Knorre, Pfeife und Hohlklingel.
Bei den Positurkanarien
ist der deutsche Haubenkanarienvogel der bekannteste.
Ganz ausgefallene
Formen mit verschiedenen Wirbeln im Gefieder stellen dann z.B. die pariser Trompeter
dar. Hier eine schöne Seite zu
Positurkanarienvögel.
Kanarienvogel
Größe
und Länge: 11-20 cm
Gewicht: 15-25 g
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Geschlechtsreife: ab 3-4
Monat
Brutzeit: ab Februar/März,
bis zur Mauser
Mauser: im August-September
(seltener zusätzlich im Winter und/oder Frühjahr)
Am besten hält man Kanarienvögel
paarweise oder in einer Gruppe, wobei hier zu beachten ist, dass während
der Brutzeit eine Trennung der Paare möglich sein sollte, da die Hähne
aggressiv reagieren können. Auch wenn Kanarien nicht ihr Leben lang mit
einm Partner zusammen sind, sind es doch sehr soziale Tiere und Einzelhaltung
ist nicht artgerecht. Auch können Kanarienvögel durchaus zahm werden,
wenn man sich viel mit ihnen beschäftigt.
Die empfohlene Käfiggröße
für ein Paar beträgt 1m x 0,5m x 0,5m (Länge x Breite x Höhe),
wobei die Tiere trotzdem jeden Tag mehrere Stunden Freiflug brauchen. Kann man
den Tieren das nicht bieten, empfiehlt sich eine große Voliere anzuschaffen
oder auf die Tiere zu verzichten, da ein Vogel für die Gesunderhaltung
fliegen muß.
Der Käfig sollte mit Naturholzstangen
in verschiedenen Stärken ausgestattet sein, da diese Stangen die Füße
massieren, Krallen kurz hält und dadurch das lästige Krallenschneiden
entfällt.Außerdem bietet sie den Kanarien Beschäftigung und
Abwechslung.
Besonders wichtig für Kanarien
neben dem täglichen Freiflug ist das Anbieten eines Vogelbades. Das kann
zu richtigen Wasserorgien ausarten. Um den Vögeln beim Freiflug Beschäftigung
anzubieten, empfiehlt es sich mehrere Sitz- und Spielplätze im Zimmer anzubieten.
Kanarienhähne unterscheidet
man von den Hennen in erster Linie durch den Gesang, wobei die währen der
Mauserzeit meist gar nicht singen. Hennen singen weniger oder gar nicht, und
wenn sie singen, dann weniger melodiös. Hähne können gewaltige
Lautstärken entwickeln. Eine weitere Möglichkeit der Geschlechtererkennung
ist die Form der Kloake, die bei den Hähnen eher zapfenförmig und
bei den Hennen eher abgeflacht ist. Wenn man sich ein Pärchen hält
und Nachwuchs erwünscht ist, klappt das auch meistens. Für den Nestbau
wird ein Körbchen und zusätzliches Nistmaterial benötigt. In
der Regel verwendet man Scharpie.
Die Paarungszeit der Vögel
ist im März. Im Schnitt legen die Hennen 4 bis 6 Eier. Bereits nach dem
ersten Ei beginnt die Henne zu brüten. Sie bebrütet die Eier alleine
und wird vom Hahn mit Futter versorgt. Die Jungen schlüpfen nach 13 bis
14 Tagen und werden ab dem 5 Tag von beiden Elternteilen mit Futter versorgt.
Die Nestlingszeit beträgt 17 bis 18 Tage, dann werden die Jungvögel
flügge und verlassen das Nest. Sie werden aber weiterhin von den Eltern
mit Futter versorgt. 30 Tage nach dem Schlüpfen sind die Kleinen völlig
selbstständig.
Kanarien sollte man auch die Möglichkeit
geben zu brüten, wenn kein Nachwuchs erwünscht ist, da das zu ihrem
natürlichen Jahresrythmus gehört. In diesem Falle sollte man die Eier
gegen Plastikeier austauschen, die Henne bemerkt den Betrug nicht.
Die Grundnahrungsmischung besteht
aus handelsüblicher Kanariensaat und Frischkost wie Obst, Gemüse und
Grünfutter. Geeignet sind Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango,
verschiedene Beeren, Vogelmiere, Löwenzahn etc. Kanarienvögel lieben
Frischfutter Und es sollte auf keinen Fall darauf verzichtet werden.